Reiserecht im Urlaub und auf Reisen

Viele planen ihre schönsten Wochen im Jahr bereits Monate im Voraus und dementsprechend groß ist natürlich auch die Vorfreude. Doch was ist zu tun, wenn im Urlaubshotel Mängel auftreten oder die Ausschreibung im Katalog nicht mit der Realität übereinstimmt?
Generell muss zwischen Unannehmlichkeiten und Mängeln unterschieden werden. Zu den Unannehmlichkeiten einer Pauschalreise gehören zum Beispiel Flugverspätungen bis zu 8 Stunden bei einer Fernreise oder landesübliche Gegebenheiten in tropischen Ländern. Dazu zählt auch, dass hin und wieder mal tropische Insekten durch das Hotelzimmer spazieren dürfen, ohne dass dies einen Reisemangel darstellt.

Zunächst wendet man sich mit der Beschwerde an den zuständigen Reiseleiter des Veranstalters, bei dem man gebucht hat und zeigt den Mangel an. Denn laut gültiger Rechtssprechung muss man dem Veranstalter zuerst die Möglichkeit geben, den Mangel abzustellen.
Als Mangel gilt zum Beispiel eine nicht funktionierende oder nicht vorhandene Klimaanlage. Oder wenn das Hotel entgegen dem Katalogbild keinen Strand aufweist oder die Entfernungsangabe zum Strand fehlerhaft im Katalog angegeben ist. Sind die Mängel wie zum Beispiel defekte Duschen, Klimaanlagen oder Toiletten nach der Reklamation beim Reiseleiter oder an der Rezeption des Hotels nicht schnell zu beheben, wird meist ein Zimmerwechsel zur schnellen Abstellung der Mängel vorgeschlagen.


Gibt es jedoch gravierende Mängel an der Hotelanlage selbst, zum Beispiel wenn der Swimmingpool verschmutzt oder defekt ist und aus diesem Grund nicht benutzt werden kann, so kommt nur ein Hotelwechsel in Betracht. Der Reiseleiter wird dann prüfen, in welchem Hotel Platz ist und den Umzug entsprechend organisieren.

Zeigt man den bestehenden Mangel vor Ort beim Reiseleiter nicht an, so hat man dem Veranstalter nicht die Möglichkeit gegeben, den Mangel abzustellen und die Anzeige des Reisemangels mit Forderung einer Reisepreisminderung ist im Nachhinein nicht mehr möglich. Hat man jedoch den Mangel vor Ort angezeigt und die Bestätigung dafür schriftlich vom Reiseleiter erhalten, so hat man nach der Rückkehr aus dem Urlaub 4 Wochen Zeit, um den Mangel und eine entsprechende Forderung nach Reisepreisminderung dem Veranstalter schriftlich zuzusenden.

Zu empfehlen ist, die Beschwerde per Einschreiben/Rückschein zu schicken. Hilfreich bei einer Reklamation und Forderung nach einer Reisepreisminderung sind Fotos von den angezeigten Mängeln bzw. die Adressen von Personen, die die Mängel bezeugen können. Wie hoch letztendlich die Reisepreisminderung ausfällt, entscheidet der Reiseveranstalter bzw. das Gericht, sollten sich der Reisegast und der Veranstalter untereinander im Vorfeld nicht auf eine bestimmt Summe geeinigt haben. Grundlage für die Entscheidungen sind Tabellen zur Reisepreisminderung.



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